„Arena y Esteras“ in der Klangbrücke, 22.09.2011

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Peruanische Theatergruppe zu Gast in Aachen: „Arena y Esteras“ in der Klangbrücke, 22.09.2011

Am Donnerstag, 22.09.2011, um 20 Uhr, tritt die peruanische Theatergruppe „Arenas y Esteras“, die im Rahmen der Kinderkulturkarawane (www.kinderkulturkarawane.de) durch Deutschland und Europa tourt, in Klangbrücke in Aachen auf.

Sieben peruanische Jugendliche erzählen mit dem Theaterstück die Bedeutung von Tradition und Natur für die Menschen in Peru.

Es war die Zeit der Inkas. Die Eingeborenen verehrten die Erde, der sie den Namen Pachamama, was so viel wie „Mutter Erde“ bedeutet, gaben. Sie wendeten sich an sie, um genügend Ernte, Schutz vor Krankheiten und alles was Ursache einer Ungnade der Natur sein könnte, zu erbitten. Ihr zu Ehren errichteten sie am Wegesrand Altare, die sie „apachetas“ nannten. Hier hielten die Indios inne, um sich der Pachamama anzuvertrauen, wenn sie das Vieh auf die Weide trieben. In der apacheta opferten sie der Pachamama Nahrungsmittel, die sie ausreichend zur Verfügung hatten. So waren sie sich sicher, das zu bekommen, um das sie gebeten hatten.

Mit dieser Harmonie zwischen Mensch und Natur beginnt die Inszenierung von „Arena y Esteras“. In der Legende „Urpila und der Johannisbrotbaum“ geht es den Menschen sehr, sehr gut. Die Nahrungsmittelspeicher sind übervoll und die Menschen „vergessen“ die Natur. Auch erste Zeichen wie Dürre bringen die Menschen nicht von ihrer Überheblichkeit ab – bis sie eines Tages merken, dass ihre Kornspeicher leer sind. Am meisten leiden die Kinder, die am wenigsten Schuld an der Misere tragen. Erst als Urpila, eine Mutter mehrerer, sehr an Hunger leidender Kinder, der Pachamama ihre Reue für ihr Verhalten zeigt, ändert sich das Schicksal der Menschen – und der Johannisbrotbaum wird zum Heiligtum der Indios.

Doch diese Harmonie und Solidarität mit Pachamama und untereinander hielt nicht lange. Und in dieser Zeit spielt eine andere Legende: „Die Steinsuppe“. Nach dem Krieg kommt ein hagerer Soldat in ein Dorf und sucht etwas zu essen. Als er an ein Haus kommt und nach einem Stück Brot fragt, wird er barsch abgewiesen. Beim nächsten ist es nicht anders, ebenso beim übernächsten. Fast ohnmächtig vor Hunger, beginnt er an einer Waschstelle eine „Steinsuppe“ zu kochen. Diese wird – mit Unterstützung einiger Kinder - immer schmackhafter, bis zum Schluss eine nahrhafte Suppe bereitsteht, zu der der Soldat das Dorf einlädt. Beschämt stellen die Dorfbewohner fest, mit wenig Mitteln aber einem Sinn für Gemeinschaft auch in diesen Krisenzeiten alle satt werden können.

Die Inszenierung wird von jungen Schauspielerinnen und Schauspielern von „Arena y Esteras“ aufgeführt, die in verschiedenen künstlerischen Feldern zuhause sind. Ob SchauspielerIn, MusikerIn, TänzerIn oder ArtistIn: sie alle bringen ihren künstlerischen Beitrag in die Produktion ein. Mit mythischen und farbenfrohen Lebewesen, mit dynamischen Szenen, in denen sich Zeit und Raum mit Hilfe von unscheinbaren Impulsen oder mit Musik verändern, erzählt die Gruppe von der Bedeutung von Tradition und Natur für die Menschen in Peru. Dabei schlüpfen die DarstellerInnen in verschiedene Rollen und in ebenso verschiedene Kostüme.

Eintritt: 8 € / 4 € (erm.)

Kartenvorbestellung unter Tel. 02405/89 89 50 

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verantwortlich: terre des hommes Arbeitsgruppe Aachen

  • · Für Rückfragen und Interviews: Gudrun Raether-Klünker, Tel.02405/898950



Dr. Mona Pursey
Koordinatorin für entwicklungspolitische Bildungsarbeit in NRW
Eine Welt Forum Aachen e. V.
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