Nachbarschaftshilfe mal anders: Hilfe beim Bäume gießen auch in unserem Stadtteil tut Not

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Die Hitzewelle bei uns hält - wie schon in den vergangenen Jahren - auch in diesen Sommermonaten wieder an und bringt nicht nur uns an unsere Grenzen:


Auch die Tierwelt, Pflanzen und Bäume leiden extrem unter den hohen Temperaturen. Wer die Grünflächen in den Städten beobachtet, sieht derzeit (erstaunlich häufig für unsere Gefilde) braune Rasenflächen, instabile Baumbestände und vertrocknete Beete. Der aufkommende aber viel zu spärliche Regen kann die Stadtnatur kaum noch ausreichend bewässern, die Böden sind schon zu trocken. Dabei versorgt gerade diese grüne Flora unsere Städte mit den so nötigen Schattenplätzen und kühlerer, gesunder Luft.

Man spürt den Unterschied sofort: Kommt man in diesen Tagen von eng bebauten Zonen in grünere Gefilde wie den Kennedypark, Waldgebiete oder belaubte Straßenzüge, kann man endlich mal kurz verschnaufen. Es wird merklich angenehmer, die heißen Sommertemperaturen sind besser auszuhalten.

Die Gründe dafür liegen in der Natur der Pflanzen und Bäume:
So verdampft ein ausgewachsener Laubbaum an einem heißen Sommertag bis zu 400 Liter Wasser – und kühlt damit die Luft in seiner Umgebung.

Zudem sind Bäume mit ihren ausladenden Baumkronen effektive Schattenspender: Ein einziger Laubbaum mit 15 Metern Kronendurchmesser schafft es, eine Fläche von 160 Quadratmetern zu kühlen. Das ist etwa so groß wie eine 5-Zimmer-Wohnung.

Aufgrund der hohen Temperaturen verdunstet jedoch momentan zu viel Wasser über die Blätter und weil es nicht regnet, können sie ihre Wasserreserven nicht nachfüllen – und drohen zu verdursten. Um sich davor zu schützen, schließen die Bäume die Öffnungen im Blatt. Die Blätter sterben nach einiger Zeit, Eichen werfen sogar ganze Äste ab, um Nährstoffe zu sparen. Mancherorts wirkt es fast schon herbstlich.
Bäume produzieren leider ohne ausreichend Wasserzufuhr auch weniger Nährstoffe. Wie im Winter, leben sie dann von ihren Reserven – und drohen zu verhungern.

Was können wir tun?

Städte und Umweltorganisationen rufen alle Bürger*innen aus der Not heraus daher schon seit den letzten Jahren verstärkt dazu auf, die Bäume in nahegelegener Nachbarschaft zur Unterstützung mit zu gießen. Einmal die Woche jeweils acht bis zehn Eimer Wasser empfiehlt etwa der BUND Berlin e.V.

Konkret heißt das:
Schnappen wir uns also am besten alle bei Möglichkeit eine Gießkanne oder einen Eimer und helfen den Bäumen in Aachen-Ost und Rothe Erde den heißen Sommer zu überstehen. Dies ist übrigens auch eine schöne Aktion für Kinder!

Ein paar kleine Dinge sind dabei zu beachten:


• Die beste Zeit zum Gießen: früh morgens oder nach Sonnenuntergang


• Tagsüber verdunstet zu viel Wasser – und so hätten die Bäume nichts davon


• Trockene Erde wird nach einiger Zeit fast wasserabweisend. Du musst deshalb darauf achten, dass das Wasser auch wirklich einsickert und nicht abläuft. Das Wasser muss bis zur Wurzel und dem Wurzelballen durchdringen. Gieße den Baum also zunächst an und warte ab, ob das Wasser in die Erde gelangt


• Einen einzelnen Baum solltest du mit mindestens zehn Litern Wasser gießen und am besten einmal die Woche


Die Natur wird es uns mit guter Luft und schattigen Plätzen danken!

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