Erster generationenübergreifender Gemeinschaftsgarten in Aachen-Ost

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Mit viel Liebe und Unterstützung durch den Stadtteilfonds wurde eine kleine aber feine Oase im Quartier ermöglicht

Die Idee wurde seinerzeit im Rahmen einer Projektarbeit des Studienganges Ergotherapie geboren, in dem eine Gruppe von Studierenden der Zuyd Hogeschool in Heerlen ihre Idee eines "Gemeinschaftgartens in der Stadt" entwickelten. Schon durch den Studieninhalt war  hier von Anbeginn klar:  es sollte nicht einfach nur ein "schöner Garten" werden, es sollte vor allem ein Garten werden, in dem Menschen aller Altersklassen wie selbstverständlich miteinander arbeiten, voneinander lernen und den naturgegebenen Raum gemeinsam gestalten, und das ohne Barrieren kultureller, finanzieller oder sonstiger Art.  

Interessierte und engagierte Kooperationspartner waren schnell gefunden: Das Jugendzentrum Offene Tür Josefshaus (OT) und das AWO Begegnungszentrum für Senioren waren begeistert und schon wenig später konnte in der Schleswigstraße ein geeigneter Ort für die generationsübergreifende Begegnungsstätte gefunden werden: ein bislang kaum genutztes, aber verwunschenes Gartenstück der Pfarre St. Josef und Fronleichnam!


Um Senioren sowie mobilitätseingeschränkten Personen einen ungehinderten Zugang zu dem Grundstück zu gewährleisten, wurde der Garten barrierefrei umgebaut. Dies gelang wie schon an einigen anderen Orten in Aachen-Ost mit tatkräftiger Unterstützung des Biwaq-Projekts „All Eyes on Green Spots“. Die Abkürzung Biwaq steht dabei für Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier und ist ein Projekt zur Arbeitsmarktintegration des städtischen Fachbereichs Wirtschaft, Wissenschaft und Europa, bei dem das Sozialwerk Aachener Christen und die gemeinnützige Arbeitsmarktförderungsgesellschaft „low-tec“ als Qualifizierungs- und Beschäftigungsträger mitwirken. Besonders an der Maßnahme ist, dass die Teilnehmenden vornehmlich selbst aus den Quartieren Aachen-Ost und Nord kommen und somit ihr eigenes Lebensumfeld mit gestalten können.

Mit den passenden Kooperationspartnern an der Seite war also auch eine fachliche Begleitung für die praktische Umsetzung der Grünanlage gefunden. Die Pflaster- und Erdarbeiten sowie die eigens erbauten Hochbeete sind unter Anleitung des Sozialwerks und der LOW TEC mithilfe der engagierten Teilnehmer von BIWAQ entstanden, die selbst große Freude an der Arbeit in ihrem Quartier hatten. Arbeit, die sicher so manchen Muskelkater hervorgerufen hat, aber auch vielen der Beteiligten nun ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Denn nun konnte die grüne Oase rechtzeitig vor dem Wintereinbruch feierlich eingeweiht werden. Jung und Alt kamen zusammen, um das erste Saatgut und bunte Blumen einzupflanzen, die Pflastersteine mit bunter Farbe zu besprühen und schließlich das Endprodukt zu bestaunen.

Ab jetzt soll in dem generationsübergreifenden Gemeinschaftsgarten fleißig Obst und Gemüse angepflanzt, gepflegt und schließlich geerntet werden, um aus den selbst angebauten Lebensmitteln leckere Speisen zuzubereiten.

Info: Wer sich in die Gemeinschaft einbringen will, kann sich bei der OT Josefshaus (☏ 0241- 50 22 09) melden, um den Schlüssel für den Garten zu erhalten!

Wir finden: TOP!!!

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