Mein Praktikum im Stadtteilbüro Aachen-Ost / Rothe Erde

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Meine Eindrücke aus dem Ostviertel

"Im Rahmen meines Studiums absolviere ich im Moment ein Praktikum bei der Stadt Aachen im Fachbereich für Wohnen, Soziales und Integration. Meine aktuelle Station ist das Stadtteilbüro Ost/Rothe Erde in der Nadelfabrik, welches ich drei Tage lang kennenlernen darf.


Obwohl ich selbst in Aachen Rothe Erde lebe und das Ost-Quartier mir relativ vertraut ist, habe ich gemerkt, dass das Ostviertel mehr zu bieten hat, als ich bisher bewusst wahrgenommen habe. Insbesondere eine Quartiersführung mit der Quartiersmanagerin im Stadtteil, Myriam Rawak, hat mir nochmals gezeigt, dass ich mich in Zukunft aufmerksamer innerhalb meines Viertels bewegen will. Generell fühle ich mich in Rothe Erde sehr wohl und empfinde die multikulturelle Bevölkerung des Viertels als Bereicherung. Es ist ein sehr buntes, spannendes und facettenreiches Viertel, welches mein Zuhause ist und jeden Besucher willkommen heißt.


Bisher habe ich also einige Eindrücke zu den Stadtteilen Ost und Nord mit Myriam Rawak sammeln können, welche ich im Folgenden mit euch teilen möchte.
Durch die Exkursion, die wir im benachbarten Viertel Aachen-Nord gestartet haben, habe ich das erste Mal das DEPOT in der Talstraße gesehen und besichtigt, welches mich durch die imposante Architektur sehr beeindruckt hat. Dessen Konzept eines sozio-kulturellen Treffpunkts für alle Bewohner des Stadtteils finde ich sehr spannend. Im Laufe der weiteren Route durch den Stadtteil Ost habe ich die versteckte Friedhofsgärtnerei „Noteborn“ in der Peliserkerstraße entdeckt, die man als Geheimtipp bezeichnen kann. Der Grund dafür stellt das schöne Grundstück dar, auf dem einem zahlreiche Tiere wie Gänse, Hühner, Kaninchen und Katzen begegnen und der Platz dadurch schon fast einen bauernhofähnlichen Charakter erhält. Zwischendurch haben wir uns eine kleine Kaffeepause im neu eröffneten gemütlichen türkischen Café N’efis am Adalbertsteinweg an der Bushaltestelle Josefskirche gegönnt.


Auf der weiteren Strecke durchs Ostviertel habe ich dann den Nachbarschaftstreff Proko in der Robert-Koch-Straße kennengelernt und diese Einrichtung sehr positiv wahrgenommen, da es sich mitten innerhalb einer Wohnsiedlung befindet, daher optimal für jeden Anwohner zu erreichen ist und einen integrierten Bestandteil des Viertels darstellt. Es ist eine tolle Sache, dass der Nachbarschaftstreff Proko eine Anlauf- und Beratungsstelle für die umliegende Wohnbevölkerung, welche zum großen Teil aus sozial benachteiligten Menschen besteht, bietet und die Bedürfnisse dieser Menschen berücksichtigt. Außerdem sind wir am ehemaligen Kaisers am Adalbertsteinweg vorbeigekommen und haben dabei gesehen, dass dort am 14. März eine Netto-Filiale mit einer integrierten Nobis Bäckerei öffnet, was im Viertel eine zusätzliche zentrale Einkaufsmöglichkeit darstellt. Dadurch wird die längere Zeit leerstehende Ladenfläche endlich optimal genutzt.


Zum Abschluss waren wir noch im Spielhaus im Kennedypark bei Elke Keuchen-Djafari, eine Freizeiteinrichtung für die Kinder im Viertel. Das Spielhaus bietet Kindern einen Raum zur Freizeitgestaltung. Es ist ein fester Treffpunkt innerhalb des Viertels, der auch von den Eltern der Kinder besucht wird. Bei unserem Besuch sind wir Eltern begegnet, deren Kinder von klein auf das Spielhaus besucht haben und mit der Einrichtung groß geworden sind. Nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern haben demnach eine starke Verbundenheit mit dem Spielhaus entwickelt. Das bunt und mit viel Liebe gestaltete Spielhaus mitten im Herzen des Kennedy Parks stellt eine wichtige Anlaufstelle für Kinder und Eltern des Ostviertels dar, welches nicht mehr wegzudenken wäre.


Ich bin nun gespannt auf die nächsten Stationen im Fachbereich und freue mich schon auf die kommende Open Air-Saison im Kennedypark!

 

Santana Nawrath, Studentin im Master Politikwissenschaft"

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