In der Rückschau: Arbeitsgemeinschaft Altenarbeit Aachen-Ost/Rothe Erde gemeinsam im Hirsch Center

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Hilfsangebote kennenlernen (Von Joel Teichmann, aus der AN vom 5.10.2016)

Aachen.

"Dass jeder Mensch altert, ist bekanntlich nicht aufzuhalten.
Umso wichtiger ist deshalb der richtige Umgang mit dem Älterwerden. Aus diesem Anlass organisierte die örtliche Arbeitsgemeinschaft Altenarbeit Aachen-Ost und Rothe Erde eine gemeinsame Aktion. An einem Stand im Hirsch- Center konnten sich Interessierte ein Bild über die vielfältigen Angebote und Anbieter für Senioren des Ostviertels machen.

„Man sollte schließlich die lokalen Hilfsangebote kennen, bevor man selbst unter Druck gerät – ob als Erkrankter oder Angehöriger“, erklärte Marianne Kuckelkorn, Koordinatorin des Pluspunkt-Begegnungszentrums Aachen-Ost. Auf diesem Wege könnte etwa die Angst vor einem Heim genommen werden oder einem Angehörigen das schlechte Gewissen, so Kuckelkorn: „Außerdem kann man sich über Alternativen informieren.“ Und der Stand im Hirsch-Center wurde gut besucht. „Wir haben viele Gespräche geführt, teilweise auch sehr lange“, zeigte sich Eva Hartwig-Kleuters vom SKM Seniorenzentrum Rothe Erde sehr zufrieden. Sogar Kinder zeigten sich interessiert. Die Beratungsschwerpunkte waren dabei sehr unterschiedlich. „Manche wollten wissen, wie sie sich sozial engagieren können. Andere hatten zum Beispiel Fragen zumUmgang mit dem Tod“, erzählte Jessica Honnef von Tandemmia. Gemeinsam mit Vertretern vom Begegnungszentrum Aachen-Ost, Fauna und dem Stadtsportbund besetzten sie abwechselnd den Stand. Bereits im letzten Jahr gab es eine ähnliche Aktion beim Multikultifest im Kennedypark – dort hielt sich die Aufmerksamkeit
allerdings in Grenzen.

Gerade im Ostviertel ist die Altenarbeit von großer Bedeutung. Es sei ein „bunt durchmischtes
Viertel“, sagte Marianne Kuckelkorn. Dabei hält es insbesondere die ältere Bevölkerung in ihrer Heimat.
Schon jetzt gibt es neben einigen Tagespflegehäusern auch drei Seniorenheime in dem Viertel. Und die Menge hilfsbedürftiger Menschen werde in Zukunft weiter steigen, warnte Kuckelkorn:
„Denn in zehn Jahren kommen die geburtenstarken Jahrgänge ins Seniorenalter.“
Ein kleines Manko mussten die Verantwortlichen trotz des großen Interesses am Infostand dennoch feststellen. So wurde der sogenannte Wunsch- Baum, an dem Passanten ihre Anliegen äußern sollten, auch nach
einigen Stunden noch nicht wirklich genutzt.

Neuauflage im kommenden Jahr

Dass ein solcher Stand auch im nächsten Jahr wieder aufgebaut wird, steht aber außer Frage. „Wir werden auf jeden Fall wieder etwas gemeinsames machen“, kündigte Kuckelkorn an."

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